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Wartung & Pflege

Altbau-Elektrik modernisieren in Stuttgart: Gründerzeit im Westen, Wiederaufbau im Kessel, Hanghaus am Rand

Welche Stuttgarter Häuser alte Leitungen haben, woran Sie das erkennen und wann eine Teilsanierung genügt.

3 Min. Lesezeit

Elektriker verlegt neue Leitungen in einer Altbauwohnung neben neuem Unterverteiler und altem SicherungskastenKI-generiert

Mehr als zwei Drittel der Stuttgarter Wohngebäude standen 1945 in Trümmern – und trotzdem stammen heute noch gut 40 Prozent des Bestands aus der Vorkriegszeit. „Altbau“ bedeutet in Stuttgart deshalb zweierlei: das Gründerzeithaus mit Stuck und hohen Decken im Westen, in Heslach, am Stöckach oder in der Cannstatter Altstadt – und das Wiederaufbauhaus der 1950er Jahre im Kessel, dessen Leitungen kaum jünger sind.

Was der Blick in den Zählerschrank verrät

Schraubsicherungen ohne Fehlerstromschutzschalter, Steckdosen ohne Schutzkontakt, ein einziger Stromkreis für Küche und Flur, stoffummantelte Leitungen in den Abzweigdosen, die Zählernische im Treppenhaus: Jedes dieser Merkmale deutet auf eine Anlage aus der Zeit vor 1973 hin, als die klassische Nullung noch zulässig war und eine Ader zugleich als Neutral- und Schutzleiter diente. Bestandsschutz gilt nur, solange nichts verändert wird; jede Erweiterung muss der aktuellen VDE-Norm entsprechen.

Stuttgarter Baualter und ihre Schwachstellen

  • Gründerzeit bis 1918: West, Süd, Ost und Cannstatt. Leitungen stückweise nachgezogen, wenige Stromkreise, häufig ohne Schutzleiter; Treppenhäuser teils unter Denkmalschutz.
  • 1949 bis 1978 – die größte Gruppe: Wiederaufbau im Kessel, Siedlungen in Rot, Giebel, Fasanenhof und Freiberg. Querschnitte sind für heutige Geräte knapp bemessen, Abzweigdosen überfüllt, FI-Schutz fehlt fast immer.
  • Hanglagen: Zählerplatz in der Garagenebene, lange Steigleitungen durch mehrere Geschosse, Außenanlagen und Treppenbeleuchtung ohne Fehlerstromschutz.

Stufenweise vorgehen

Fast die Hälfte der Stuttgarter Wohngebäude gilt laut städtischer Befragung als umfassend sanierungsbedürftig. Am Anfang steht eine Messung: Isolationswiderstand, Schleifenimpedanz, Durchgängigkeit des Schutzleiters. Fällt sie passabel aus, bringt ein neuer Verteiler mit FI- und Leitungsschutzschaltern sowie getrennten Stromkreisen für Küche, Bad und Waschmaschine den größten Sicherheitsgewinn bei überschaubarem Aufwand. Sind die Leitungen zweiadrig, brüchig oder stoffisoliert, hilft nur die vollständige Erneuerung – gebündelt mit einer ohnehin anstehenden Renovierung, weil Schlitze und Maler dann einmal statt zweimal kommen. In den städtischen Sanierungsgebieten etwa in Gablenberg, am Stöckach oder in Vaihingen-Mitte lohnt vorab eine Nachfrage bei der Stadt nach Modernisierungsförderung.

Zählerplatz im Neckartal

In Bad Cannstatt, Münster, Wangen und Untertürkheim sitzen Zähler und Hauptverteilung meist im Keller – dort, wo Rückstau und Starkregen zuerst ankommen. Wer ohnehin modernisiert, sollte den Zählerplatz mitdenken: eine Verteilung ein Geschoss höher oder zumindest ein Hauptschalter, der sich trockenen Fußes erreichen lässt. Riecht es dagegen akut nach heißem Kunststoff oder löst ein Automat immer wieder aus, ist das ein Fall für den Elektro Notdienst Stuttgart, nicht für die Planung.

Für die Modernisierung Ihrer Hauselektrik in Stuttgart vermittelt Seibel365 einen Elektriker aus dem Partnernetzwerk, der die Anlage durchmisst, Stufen vorschlägt und die Kosten bespricht, bevor er anfängt – auch außerhalb des Elektriker Notdienstes als geplanter Termin.

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