Ein typisches Stuttgarter Hanghaus hat drei Fronten, die ein Einbrecher nutzen kann: die Garagenebene unten an der Straße, die Terrassenseite oben am Garten und dazwischen eine Haustür, die oft nur über eine Treppe erreichbar ist. Wer Sicherheitstechnik plant, sollte deshalb nicht bei der Alarmanlage beginnen, sondern beim Grundriss.
Unten: Garage, Keller, Hauswirtschaftsraum
Die Garage am Hangfuß ist die am wenigsten einsehbare Ebene des Hauses. Ein Magnetkontakt am Garagentor, ein Bewegungsmelder im Vorraum und ein Riegelkontakt an der Kellertür melden, bevor jemand im Treppenhaus steht. Lichtschächte lassen sich mit Gitterrosten sichern, die von innen verriegelt werden – Mechanik zuerst, dann Elektronik.
Oben: Terrasse, Garten, Stäffele
Viele Grundstücke am Hang grenzen hinten an einen der über 400 Stuttgarter Treppenwege. Von dort aus liegt die Terrassentür frei und ungesehen. Hier helfen Bewegungsmelder mit Flutlicht, die nicht auf den Weg, sondern nur aufs eigene Grundstück zielen, sowie Glasbruch- oder Öffnungsmelder an Terrassen- und Balkontüren. Außenleuchten brauchen dafür feste Zuleitungen – ein Thema für den Elektriker, nicht für die Steckdosenleiste.
Innen: Zentrale, Sensoren, Aufschaltung
Die Zentrale gehört an eine Stelle, die nicht als Erstes erreicht wird, mit eigenem Stromkreis und Notstromakku. Sensoren sitzen auf den Wegen, die man nehmen muss: Flur, Treppe, Durchgang zur Küche. Entscheidend ist, wer den Alarm bekommt – eine Außensirene allein erschreckt, eine Meldung aufs Handy oder zu einem Wachdienst handelt. Komponenten mit VdS-Anerkennung erleichtern später das Gespräch mit der Hausratversicherung.
Melder: Rauch nach Gesetz, Kohlenmonoxid nach Verstand
Nach § 15 der Landesbauordnung Baden-Württemberg müssen Schlafräume und die Flure, die als Rettungsweg dienen, Rauchwarnmelder haben; die Betriebsbereitschaft stellt der Besitzer sicher, in Mietwohnungen also der Mieter. Knapp ein Fünftel der Stuttgarter Wohngebäude heizt mit Etagenheizung, meist Gasthermen – dort gehört zusätzlich ein Kohlenmonoxidmelder in den Raum mit der Therme. Vernetzte Melder, die sich gegenseitig auslösen, sind im mehrgeschossigen Hanghaus besonders sinnvoll, weil der Alarm aus dem Keller oben sonst nicht zu hören ist.
Und die Etagenwohnung im Kessel?
In der Gründerzeitwohnung im Westen oder in Heslach entscheidet die Wohnungstür: Mehrfachverriegelung, Schutzbeschlag, Türspion oder Kamera. Eine Funkalarmanlage kommt ohne Stemmarbeiten aus, Zeitschaltungen für Lampen täuschen Anwesenheit vor. Für feste Installationen braucht es die Zustimmung des Vermieters.
Für Planung und Anschluss von Alarmanlage, Außenbeleuchtung und vernetzten Meldern vermittelt Seibel365 Partner-Elektriker, die in Stuttgart unterwegs sind – siehe Alarmanlagen.



