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Spartipps

Strom sparen in Stuttgart: Eine Kehrwoche für den Stromzähler

Sieben Tage, sieben Handgriffe: Standby, Kühlgeräte, Warmwasser, Hitze im Kessel und die Heizlüfter-Falle.

2 Min. Lesezeit

Hand schaltet eine Steckdosenleiste mit Kippschalter aus, um Standby-Strom zu sparen

In Stuttgart hat die Kehrwoche Tradition: Einmal pro Woche ist man dran, und dann wird gründlich geputzt. Übertragen Sie das Prinzip auf den Stromzähler. Sieben Tage, sieben Handgriffe, und am Ende wissen Sie, wo Ihr Haushalt Kilowattstunden verliert.

Montag: Die Standby-Runde

Gehen Sie mit einem Zettel durch die Wohnung und zählen Sie leuchtende Punkte: Fernseher, Router, Spielkonsole, Kaffeevollautomat, Ladegeräte, Drucker. Zehn Geräte mit je zwei Watt Bereitschaft summieren sich über ein Jahr auf rund 175 Kilowattstunden. Schaltbare Steckdosenleisten erledigen das an einem Nachmittag; nur Router und Kühlgeräte bleiben am Netz.

Dienstag: Kühlen und Gefrieren

Kühlschrank auf sieben Grad, Gefrierfach auf minus 18 – jedes Grad kälter kostet rund sechs Prozent mehr. Abtauen, sobald die Eisschicht dicker als ein halber Zentimeter ist. Und die zweite Gefriertruhe im Keller, Erbstück aus den 1980er-Jahren, ist in vielen Stuttgarter Einfamilienhäusern der größte Einzelverbraucher. Ein Strommessgerät zwischen Stecker und Dose zeigt es nach einem Tag.

Mittwoch: Warmwasser und Wäsche

Wo ein elektrischer Durchlauferhitzer oder Boiler das Bad versorgt – in vielen Etagenwohnungen des Wiederaufbaus –, ist Warmwasser der zweitgrößte Posten. Kürzer duschen wirkt hier direkt. Waschmaschine bei 30 oder 40 Grad und voll beladen, Trockner nur für gut geschleuderte Wäsche; der Wäscheständer auf dem Balkon kostet nichts.

Donnerstag: Hitze im Kessel

Die Kessellage macht Stuttgarter Sommer heiß, und mobile Monoblock-Klimageräte sind die teuerste Antwort darauf: Sie blasen die warme Abluft durch einen Schlauch aus dem gekippten Fenster und ziehen dabei neue Hitze nach. Erst Rollläden und Querlüften am frühen Morgen, dann ein Ventilator. Wer dauerhaft kühlen will, lässt eine Split-Anlage mit eigenem Stromkreis installieren – sie verbraucht einen Bruchteil.

Wochenende: Heizlüfter-Falle und Zählerstand

Ein Heizlüfter mit 2.000 Watt verbraucht in einer Stunde so viel wie ein sparsamer Kühlschrank in einer Woche. In Häusern der 1950er- und 1960er-Jahre überlastet er zudem Stromkreise mit alten Schraubsicherungen; verfärbte Steckdosen sind ein Warnzeichen. Am Sonntag den Zählerstand notieren – ab dann sehen Sie Woche für Woche, ob die Kehrwoche wirkt.

Sitzt der Verbrauch nicht bei den Geräten, sondern in der Installation – warme Sicherungen, flackerndes Licht, ein Zähler, der nachts weiterläuft –, vermittelt Seibel365 Partner-Elektriker aus Stuttgart und Umgebung, die der Sache nachgehen: Hauselektrik.

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