Der erste Hitzesommer im Talkessel bringt es ans Licht: Das mobile Klimagerät läuft, der Ventilator dazu, und beide hängen an derselben Leiste wie Fernseher, Router und Ladegeräte. Sieben von zehn Stuttgarter Wohngebäuden stammen aus der Zeit vor 1978 – geplant für Stehlampe und Radio, nicht für den Arbeitsplatz im früheren Kinderzimmer.
Rechnen statt stecken
Ein Wohnungsstromkreis liefert über seinen 16-Ampere-Automaten etwa 3.600 Watt. Ein Monoblock-Klimagerät zieht rund 1.000 Watt, ein Heizlüfter im Winter das Doppelte, ein Wasserkocher ebenso. Bleibt die Summe knapp unter der Grenze, löst nichts aus – aber Steckkontakte und alte Leitungen werden über Stunden warm, und die Leiste selbst ist meist nur bis 3.500 Watt zugelassen. Dauerläufer wie Klimagerät, Heizlüfter oder Waschmaschine gehören darum ausnahmslos in eine Wanddose. Ein geplanter Termin reicht dafür; den Elektriker Notdienst braucht es erst, wenn eine Dose bereits verschmort ist.
Welche Räume in Stuttgart zuerst drankommen
- Homeoffice: Bildschirm, Dockingstation, Drucker und Leuchte – vier Dosen an einer Wand ersetzen zwei Leisten und ein Verlängerungskabel quer durch den Raum.
- Küche: Für Kaffeevollautomat, Toaster und Mikrowelle nebeneinander empfiehlt sich ein eigener Stromkreis, getrennt von Spülmaschine und Kühlschrank.
- Schlafzimmer unterm Dach: Hier läuft im Sommer das Klimagerät; eine Dose mit eigener Absicherung erspart das Kabel über den Flur.
- Keller- und Garagenebene im Hanghaus: Lange Zuleitungen, oft noch ohne FI-Schutzschalter – jede neue Dose dort bekommt einen RCD mit 30 mA Auslösestrom vorgeschaltet.
Aufputz, Unterputz oder neuer Stromkreis
Im Gründerzeithaus im Westen oder in Heslach lassen sich zusätzliche Dosen oft über einen flachen Sockelleistenkanal anbinden, ohne Stuck und Dielen anzutasten. In den Wiederaufbauwohnungen der 1950er Jahre im Kessel findet sich hinter der vorhandenen Dose häufig Platz für eine Zwei- oder Dreifachkombination. Wer dagegen ein Klimagerät, eine Wallbox in der Hanggarage oder eine Werkstatt im Keller versorgen will, bekommt eine eigene Leitung vom Zählerschrank mit eigenem Leitungsschutzschalter – und bei der Gelegenheit sieht die Fachkraft, ob der vorhandene Stromkreis überhaupt einen Schutzleiter hat.
Mietwohnung, WEG, SWSG: wer zustimmen muss
Die Hälfte der Stuttgarter Wohngebäude sind Mehrfamilienhäuser – mit Hausverwaltung, Eigentümergemeinschaft, Genossenschaft oder der städtischen SWSG als Ansprechpartner. Neue Dosen greifen in die Mietsache ein; eine kurze schriftliche Anfrage mit Skizze der gewünschten Positionen ist der übliche Weg. Ist die Elektrik ohnehin in die Jahre gekommen, lohnt es sich, den Eigentümer gleich auf eine Erneuerung des Stromkreises anzusprechen.
Für solche Erweiterungen der Elektroinstallation vermittelt Seibel365 als Elektro Notdienst Stuttgart einen Elektriker aus dem Partnernetzwerk, der die vorhandenen Leitungen prüft, den Umfang mit Ihnen abstimmt und die Kosten vor Arbeitsbeginn klärt.



